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Kinderträume werden wahr mit TinkerToys (Anzeige)

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Ihr Lieben,

im Mai wird MiniMotte schon fünf Jahre und natürlich plant sie jetzt schon ihren Geburtstag. Fast täglich ist das hier Thema. Neben der Dekoration, dem Kuchenwunsch und dem Kindergeburtstag an sich, spielen natürlich auch ihre Geschenkewünsche eine große Rolle. Jeden Tag hat sie neue Ideen, was sie sich nicht alles wünschen könnte. Ich stehe dann immer mit einem großen Fragezeichen über meinem Kopf da und frage mich, wie ich das nur organisieren soll. Denn unsere Kleine lässt sich nicht von herkömmlichen Puppen oder Bausteinen begeistern. Nein, sie lässt ihrer Fantasie freien Lauf und hat dabei sehr kreative und einmalige Ideen. Manchmal wünschte ich mir, ich hätte einen guten Draht zu einem Spielzeuggestalter oder wäre die absolute DIY-Fee, wenn ich wieder eine ihrer tolle Ideen höre. Heute Morgen beispielsweise hat sie sich einen Regenbogen mit Gesicht gewünscht und letztens einen grünen tanzenden Elefanten mit einem rosa Tutu. Na super, denke ich dann immer: Und wo bekomme ich das jetzt her? Ich durchsuche Onlineshops, durchstöbere Pinterest und bin dennoch am Verzweifeln. Doch das hat jetzt ein Ende, denn kürzlich bin ich auf TinkerToys aufmerksam geworden.

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Mit TinkerToys werden Kinderträume wahr, denn Kinder sind ja schließlich die wahren Spielzeugexperten. Das hat das Team von TinkerToys erkannt und eine Software entwickelt, mit der Kinder ganz allein ihr eigenes Spielzeug gestalten können. Lou und ich haben die Software in einem Workshop auch schon testen dürfen und waren begeistert. Die Software ist kinderleicht und bietet Kindern ab 5 Jahren einen schönen Rahmen, um ihren fantasievollen Ideen Leben einzuhauchen.

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Neben dieser Software bietet TinkerToys aber auch Workshops und Kindergeburtstagsevents an in denen die Kinder ihr Spielzeug selbst herstellen können. Angeleitet werden diese Kurse durch pädagogisch geschulte Betreuer. Nach einer kleinen Einführungsrunde dürfen die Kinder selbst an die Computer und können mit Hilfe der Kursleitung ihr Spielzeug entwerfen, welches dann anschließend mittels 3D-Druckern gedruckt wird. Vor Ort kann man sich das auch anschauen. Wirklich erstaunlich, was mit dieser Technik alles möglich ist.

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Ich konnte Sebastian Friedrich, einen der drei Gründer von TinkerToys, zu einem Interview überreden, in dem ihr noch mehr über ihn und TinkerToys erfahren könnt.

 

Lieber Sebastian, schön, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Magst du dich vielleicht einfach mal vorstellen?

Ja, gerne. Ich bin Sebastian Friedrich und bin einer der drei Gründer von TinkerToys, habe in Magdeburg Wirtschaftsingenieurwesen studiert und hatte in meinem Studium schon viel damit zu tun, wie Dinge hergestellt werden, um es mal ganz grob zu umschreiben. 2008/2009 habe ich dann angefangen mich intensiver mit dem Thema 3D-Druck zu beschäftigen. Als mein Studium sich langsam dem Ende zuneigte, bin ich nach Leipzig gekommen, um in einer Unternehmensberatung ein letztes Praktikum zu absolvieren. Hier habe ich Marko Jakob und Sebastian Schröder kennengelernt, mit denen ich TinkerToys schlussendlich gegründet habe. Marko war dort damals als Berater / Projektmanager tätig und Sebastian, unser Spielzeugdesigner, war dort Zeichner. Vor diesem Praktikum war es eigentlich mein Ziel erst einmal ein paar Jahre als Berater tätig zu sein, bevor ich eventuell irgendwann selbst etwas gründe. Während des Praktikums ist mir allerdings klargeworden, dass ich das nicht möchte, weil man natürlich immer nur in der beratenden Funktion ist und selbst nichts schafft. Die logische Konsequenz war also, dass ich gleich etwas gründe. Was auch einfacher ist, wenn man noch Student ist, weil es einfach sehr viel Unterstützung gibt, wie Gründernetzwerke.

Wie kam die Idee zustande TinkerToys zu gründen?

Ich wollte unbedingt etwas mit 3D-Druck machen und war, gemeinsam mit Marko, auf der Suche nach der passenden Idee für uns. Parallel dazu haben wir die 3D-Drucktechnik auch mal ausprobiert. Von allen um uns herum wurde das aber immer ein bisschen belächelt. Denn die Geräte waren noch ganz neu und sind ja auch nur so groß wie ein Bierkasten. Am Ende kommt außerdem nur ein Stück buntes Plastik raus. Ziemlich oft haben wir gehört: „Das ist doch nichts, was ihr da macht. Das ist doch nur Spielzeug.“ Und ich weiß noch, dass ich Marko irgendwann angerufen habe und gesagt habe: „Du, Marko, die sagen alle, man kann damit nur Spielzeug machen, aber irgendwie macht keiner damit Spielzeug. Warum machen wir das nicht?“ Dann haben wir weiter überlegt, wie Spielzeug sein müsste, damit es Sinn macht es 3D zu drucken, weil das Verfahren an sich langsam ist. Für ein Spielzeug brauchen wir, je nachdem wie groß es ist, 3 bis 5 Stunden aber es kann auch 20 Stunden dauern, wenn es besonders groß ist.

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Verglichen mit konventionellen Verfahren ist es zudem natürlich auch deutlich teurer und aufwendiger. Es macht also nur Sinn, wenn wirklich jedes Spielzeug besonders und individuell ist. Das heißt, wir mussten eine Möglichkeit schaffen, damit die Kinder, idealerweise, ihr Spielzeug selber gestalten können. Und da kam Sebastian Schröder ins Spiel, der ja eben Spielzeugdesigner ist. Ja und dann stand das Team und die Idee war geboren und wir haben im Prinzip gleich damit begonnen unsere Idee umzusetzen. Das ist jetzt gute zwei Jahre her.

Jetzt kann man online mit eurer Software sein Spielzeug entwerfen, aber ihr bietet ja auch Workshops an. In welchen Städten kann man euch denn finden?

Neben Leipzig, sind wir auch in Magdeburg vertreten und in Berlin und München kooperieren wir mit der Haba Digitalwerkstatt. Vor Ort gibt es Betreuer, die wir geschult haben.

Gibt es denn eigentlich Größenbeschränkungen, wenn man sein Spielzeug bei euch drucken lassen möchte?

Ein Einzelteil kann 20cm x 20cm x 20cm groß sein. Was wir aber haben, sind Steckverbinder, damit unterschiedliche Bauteile miteinander verbunden werden können. Also im Prinzip ist das Ganze wie ein großer digitaler Baukasten.

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Ich habe die Spielzeuge ja vorhin auch schon einmal genauer angeschaut und muss ja sagen, dass sie relativ leicht sind.

Genau, die sind relativ leicht, denn sie haben eine Gitterstruktur. Dadurch sind sie nicht nur leicht, sondern auch sehr stabil.

Und was ist das für ein Kunststoff, den ihr da genau verwendet?

Das ist ein Bio-Kunstoff, der aus Maisstärke hergestellt wird. Manche kennen das vom Play Mais. Dabei handelt es sich um das gleiche Ausgangsmaterial, auch wenn unsere Produkte am Ende natürlich richtig fest sind.

Hat die Materialauswahl denn auch Auswirkungen auf die Langlebigkeit eines TinkerToys-Spielzeugs im Vergleich zu anderen Spielzeugen?

Das Spielzeug ist ein bisschen spröder, aber auch lebensmittelecht. Du kannst dir theoretisch auch eine Brotdose daraus bauen, wenn du das wollen würdest. Ansonsten ist das Material technisch kompostierbar. Bei normalen äußeren Bedingungen passiert dem Spielzeug nichts.

Habt ihr auch Angebote für Erwachsene?

Eigentlich bieten wir diese nicht an, aber ab und an kommt doch mal eine Anfrage in diese Richtung rein und dann machen wir das durchaus auch mal. Wir hatten schon einmal einen 30. Geburtstag. Vom Konzept her machen wir das dann meist nicht großartig anders, denn die Leute, die das machen wollen, sind eben auch die, die irgendwo Kind geblieben sind und kreativ sein wollen und dann passt das auch so, wie wir es aktuell anbieten.

Was kostet denn so ein individuelles TinkerToys-Spielzeug?

Die Preise werden abhängig vom Volumen berechnet. Auch in der Software gibt es die Möglichkeit immer wieder zu überprüfen, ob das Spielzeug, welches man gerade gebaut hat, noch in das selbstgesteckte Budget passt. Wenn es einem zu teuer ist, dann macht man es halt ein bisschen kleiner, denn, wie gesagt, das Volumen ist bei uns ausschlaggebend für den Preis. Für Eltern ist es auch einfach, denn wir haben eine Funktion eingebaut, die einem Prepaid-Handy gleicht, so, dass das Kind ein Budget zur Verfügung hat, was es auch nicht überschreiten kann.

Inwiefern wollt ihr euch eigentlich mit eurer Idee auch an Bildungsträger wenden?

Schulen sind aktuell ein großes Thema. Sebastian Schröder ist aktuell auf der Didacta und stellt eine spezielle Schulversion unserer Software dort vor, die wir auch mit entsprechenden Lehrmaterialien anbieten.

Lieben Dank Sebastian, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast.

Der Workshop hat Lou und mir große Freude gemacht und bald werden wir auch mal versuchen die Ideen von MiniMotte umzusetzen.

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Übrigens hat mir Sebastian noch verraten, dass TinkerToys auch einen YouTube-Kanal  hat. Hier erscheint jeden Mittwoch ein neues Video in dem gezeigt wird, wie Dinge gebaut werden. Man kann sich also bei Youtube auch Ideen holen, bevor man seine eigene Idee in die Tat umsetzt.

Haben eure Kinder auch immer so lustige Geburtstagswünsche? Und was würdet ihr am Liebsten bauen?

Ich freu mich auf eure Kommentare.

Eure

Sylvi

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2 Kommentare zu „Kinderträume werden wahr mit TinkerToys (Anzeige)

  1. Hi Sylvi,

    irgendwie lustig, dass unsere Kinder im selben Monat Geburtstag haben 😉

    Den Tipp merke ich mir mal. Ich bin schon fleißig am Ideen sammeln für den Kindergeburtstag. Der erste muss einfach ein Knaller werden 😎

    Viele liebe Grüße
    Anne

    Gefällt 1 Person

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